von Jakob Levy

von Jakob Levy

Wie weit kann VR-Technik gehen?

Ich bin seit neuestem Besitzer ein VR-Brille. Ich habe sie mir nicht bewusst gekauft – sie kam als Teil meines neuen Smartphones, einem Alcatel Idol 4S. Natürlich habe ich sie sofort ausprobiert und fands extrem cool – allerdings treiben mich jetzt ein paar Fragen um. Am meisten die Frage, wo führt das alles hin? Vor allem, wenn ich an die Filmindustrie denke.

Es gibt durchaus schon Produzenten und Regisseure, die davon träumen, ganze Spielfilme in 360° zu drehen. Dabei ergeben sich natürlich eine Menge technischer Schwierigkeiten, aber das hat echte Pioniere noch nie abgehalten. Eine der Herausforderungen dürfte darin bestehen, die Technik zu positionieren. Ich meine, eine Verfolgungsjagd in 360° ist bestimmt irre, aber wer führt die Kamera? Muss man die Story immer aus der Perspektive eines der Protagonisten erzählen? Oder kann ein ganzer Spielfilm in 360° nur mit Motion Capture funktionieren? Dabei werden die menschlichen Bewegungen von Computersensoren aufgezeichnet und später dann in ein virtuelles Bild eingebaut. Gollum aus dem Herrn der Ringe und andere moderne Figuren sind gute Beispiele, wie das aussehen kann. Aber will man das? Alle diese Probleme über Tricktechnik lösen? Zumal es die Technik für echte 360° Aufnahmen ja gibt. Vielleicht läuft alles auf mit Spezialkameras bestückte Mini-Drohnen hinaus, die in Augenhöhe zwischen den Schauspielern fliegen – vielleicht haben Tüftler schon ganz andere Ideen, auf die ich gar nicht komme.

Mehr zu VR.youtu.be/96t7_XP5J8o