von Aleks Klar

Was sich Frauen wünschen

Man sollte eine Frau nicht mit Technik konfrontieren, denn wir können damit nichts anfangen. Nicht weil wir zu doof sind, sondern weil uns Schönheit mehr anmacht als Zahlen und Adjektive glücklicher machen als Fakten. Ich selbst habe meinen Staubsauer vor etwa 10 Jahren nach dem Aussehen rausgesucht. Der saugt heute noch. Wattleistung? Keine Ahnung, er ist so schön Blau. Ok, bei dem Kauf meines Kühlschranks habe ich auf die Energieeffizienzklasse geachtet, aber auch nur weil ich mein Geld lieber in Schuhe als in Strom investiere.

Diese Vorgehensweise gestaltet sich zugegebener Weise schwieriger, wenn es um Geräte mit mehr als nur einer Funktion geht wie zum Beispiel ein Smartphone. Da geht’s schon lange nicht mehr einfach nur ums Telefonieren, das kann auch Fotos machen, Musik abspielen, uns mit der Welt verbinden, bezahlen, leuchten, wecken und mit einem sprechen. Das alles in Zahlen und technischen Begriffen ausgedrückt kann sehr verwirrend sein und ziemlich unsexy. Wenn in der Beschreibung der Frontkamera anstatt „8MP, Flash, Weitwinkel“ stehen würde „macht unglaublich geile Selfies“, würde es mir persönlich schon eher weiterhelfen. Weil das eins der Dinge ist, die für mich ein gutes Frauenhandy ausmachen.

Und jetzt noch mal ohne Zahlen bitte

Ich habe ein Instagram Account und einen leichten Hang zum Narzissmus. Ja, ich gebe zu, ich will auf Fotos gut aussehen und denke wer von sich das Gegenteil behauptet - lügt. Dazu brauche ich eine gute Frontkamera, am liebsten mit einem Blitz. Und wenn ein Smartphone doch eine Selfie-Panorama-Funktion hätte, dann könnte ich nicht nur mein Gesicht, sondern auch direkt den Hintergrund mit zeigen! Bei der Hauptkamera wäre mir neben beeindruckender Qualität auch noch Schnelligkeit wichtig. Ich habe eine Katze mit Fotoallergie, von der gibt’s nur verwischte Arschfotos weil sie flüchtet, sobald ich mein Handy in ihre Richtung halte. Wie cool wäre es bitteschön, wenn es einen Zauberknopf geben würde, der aus dem Stand und im Ruhezustand blitzschnell ein Foto schießt. Ich wette, die Katze würde dann ziemlich dumm aus der Wäsche gucken.

Musik ist mein ständiger Begleiter, deswegen habe ich mir auch sehr gute Kopfhörer zugelegt. Aber auch die besten Kopfhörer bringen nichts, wenn das Gerät selbst alle Tiefen und Höhen zu einem Einheitsbrei mischt. Wenn ich unterwegs mit Freunden bin, beschalle ich sie mittels portabler Lautsprecher, aber mal ehrlich – muss ich in meiner überdimensionalen aber trotzdem vollgepackten Handtasche auch einen Lautsprecher mit rumschleppen? 400 Extra Gramm an Gewicht, die den Einheitsbrei einfach nur lauter wiedergeben? Nö. Ich hätte lieber ein Handy, das direkt guten Sound macht, in Stereo versteht sich von selbst. Mit einer Funktion, die auf Knopfdruck sogar noch einen drauflegt und schön die Bässe rauskitzelt.

Party mit üblen Folgen

Dass mein Smartphone schön sein muss ist klar, ich muss es mir schließlich jeden Tag angucken. Glass und Stahl finde ich eine sehr schöne Kombination, deswegen mochte ich auch mein altes Smartphone. Es ist inzwischen sehr zerkratzt, ich stehe halt nicht so auf Handyhüllen. Ich mag es lieber schlicht. Außer wenn es um Handtaschen geht, da ist „groß“ die Richtlinie. Da muss alles rein – mein Schminktäschchen, ein paar flache Ersatzschuhe, kleiner Regenschirm, Geldbörse, Taschentücher, Schlüssel, Handy und sonstiges Zeug was sich nur in Frauentaschen verirrt. Da ist Party, da tummelt es sich, da ist reger Oberflächenkontakt unvermeidbar. Und damit auch Kratzer aufm Handy. Ein Taschenparty-festes Smartphone steht also ganz oben auf meiner Wunschliste.

Das alles ist in der Beschreibung vom Idol 4 nicht genau so zu finden. Wer aber die Schönheit in technischen Begriffen finden kann, wird genauso glücklich sein wie ich. Weil dieses Smartphone nicht nur alles das kann, was mir wichtig ist, sondern auch noch viel mehr, wie sich bei dem für mich mühsamen Daten-Raten herausstellte.