von Jakob Levy

Virtual Reality könnte vieles verändern

Ich beginne mich gerade an mein neues Leben mit VR-Brille zu gewöhnen. Sie kam als Teil meines neuen Alcatel Idol 4S, besser gesagt, als Teil der Verpackung. Das Teil schrie danach, ausprobiert zu werden und es ist wirklich beeindruckend cool. Aber als Kinofan geht mir jetzt so einiges durch den Kopf. Unter anderem frage ich mich, ob ich künftig überhaupt noch einen Lieblingsfilm haben kann?

Es gibt so einige Experten, die sagen, dass 360° Filme die Filmindustrie komplett verändern werden und darauf hoffe ich auch. Drehbuch-Autoren müssen künftig nicht nur einen Film schreiben, sondern gleich vier oder fünf. Und jetzt stell ich mir mal vor, jemand würde einen Film wie Matrix in 360° drehen. Mit einer Rahmenhandlung, einem Beginn und einem Ende, aber mit vielen verschiedenen Möglichkeiten in der Mitte. Möglichkeiten, an bestimmten Stellen im Film „abzubiegen“. Würde ich immer bei Neo bleiben und seine Storyline verfolgen? Wahrscheinlich nicht! Mein Lieblingsheld war Morpheus und wenn ich die Gelegenheit hätte, mehr von seiner Geschichte zu sehen und Neos Reise mehr in Bruchstücken mitzubekommen, würde ich das tun. Oder ich würde mir erst Neos Geschichte anschauen und anschließend Morpheus Abenteuer verfolgen. Ich hätte anstatt eines, gleich zwei Lieblingsfilme. Oder noch mehr. Mein Bruder war völlig hin und weg von Trinity und ein Freund von mir fand eigentlich Agent Smith am spannendsten. Also sollten bitte auch deren Geschichten zu sehen sein. Man könnte den gleichen Film wieder und wieder schauen und immer etwas Neues sehen. Vielleicht kommt auch der Regisseur, der es schafft, fünf oder sechs Filme in einen zu packen. Wo der Anfang und das Ende komplett identisch sind und die Geschichten in der Mitte so verschieden, dass es völlig unterschiedliche Filme sind. Das klingt nach einer Zukunft, die ich gerne sehen würde.

Mehr zu VR gibt es auch hier. youtu.be/8Nd66xyJGII