von Aleks Klar

Der erste Kinder Smart-Kart

Kleine Geschwister, Nichten, Enkelkinder und die Tochter deiner Freundin haben eins gemeinsam – sie können unglaublich nerven, wenn man sie nicht beschäftigt. Und selbst wenn man mit ihnen spielt, will die Zeit meistens nicht so recht rumgehen. Denn Kinderspielzeug heißt deswegen Kinderspielzeug, weil Menschen die ihren eigenen Namen samt Geburtsort und Adresse fehlerfrei aufschreiben können nichts dabei empfinden, einem Teddybären die hundertste imaginäre Teetasse einzugießen. Außer vielleicht den Wunsch in diesem Moment woanders zu sein.

So ein Spielzeug will ich auch!

Die Leute von „Actev Motors“ mussten in ihrer Vergangenheit entweder viele Kinder hüten, oder gehörten selber zu den Kids, die immer Mühe damit hatten Erwachsene zum spielen zu bewegen. Sie haben den „Arrow“ gebaut und damit einen Wunsch in mir geweckt mit dem ich nicht mehr gerechnet hätte – ich will wieder 7 sein! „Arrow“ ist nämlich der erste Smart-Kart für Kinder. Dieser Flitzer sieht nicht nur Mega stylisch aus, er kann auch wirklich fahren – und zwar mit der Höchstgeschwindigkeit von ca. 20 Km/h. Und das ist in Kinderbegriffen nahezu Lichtgeschwindigkeit ! Angetrieben wird das Elektrofahrzeug durch zwei von einander unabhängigen 250-Watt Motoren. Und sollte es einmal zu einem Crash kommen, schützt der Smart-Kart mit seinem robusten Stahl Gehäuse vor Kratzern auf der Karosserie und am Kind.

Einen Crash werden sie allerdings mit dem „Arrow“ eher nicht erleben. Damit die Nachwuchs-Schumachers nicht zu übermutig werden, liefert Actev eine Menge Technik mit und macht damit das Spielzeugauto auch für Große spannend. Wieso? Weil ferngesteuerte Dinge auch Erwachsene glücklich machen. Und der „Arrow“ lässt sich mehr als einfach nur fernsteuern. Mit einer dazugehörigen App kann der Mini-Rennwagen mit dem Smartphone komplett konfiguriert werden. Darüberhinaus lassen sogar die Motorengeräusche wechseln, oder verschiedene Fahrerprofile anlegen.

GPS und WIFI machen es möglich

Mit der App kann man zum Beispiel die Maximalgeschwindigkeit von vorn herein limitieren oder einen imaginären Zaun erstellen, den die Kinder nicht überschreiten können. Nähert sich der Smart-Kart Fahrer so einer Grenze, wird das Fahrzeug automatisch langsamer bis es zum Stillstand kommt. Sollte es mal passieren, dass man keine Zeit hat auf die Kids aufzupassen, gibt es trotzdem keinen Grund zur Sorge. Actev hat den „Arrow“ mit einer Funktion ausgestattet, für man selbst bei den teuersten, echten Limousinen einen Aufpreis zahlen muss. Der Smart-Kart ist mit einem Radar ausgestattet, der die Umgebung nach Hindernissen scannt. Erkennt das System ein Hindernis, wie zum Beispiel einen Stein oder eine hohe Bordsteinkante, bremst er sofort und ganz von alleine ab.

Im kommenden Sommer soll der „Arrow“ auf den Markt kommen. In der einfachsten Variante soll der Mini-Rennwagen etwa 600 US Dollar kosten, was für soviel Spaß definitiv nicht zu viel verlangt ist. Aber man darf auch durchaus mehr investieren. Wer zum Beispiel das Formula-Bodykit samt Front- und Heckspoiler dazu haben möchte, kann weitere 100 Dollar drauflegen. Oder man bestellt einen stärkeren Akku, mit dem der „Arrow“ bis zu 90 Minuten lang rumcruisen kann. Und sollte das Fahren und Fernsteuern doch irgendwann nicht mehr reichen, kann man mit dem Smart-Kart auch gerne driften. Für 50 Extradollar gibt einen „Drift-Kit“ mit speziellen Reifen. Und das Beste ist – Actev hat angekündigt, dass in Zukunft auch Gokarts für Erwachsene gebaut werden sollen.