von Jakob Levy

Gestatten – Hier ist der Neue

Das Idol 3 hat Nachfolger – besser gesagt gleich drei: Das Idol 4, 4+ und 4S. Grund genug um zu fragen, was neu ist.

Größe, Design und Verarbeitung

Größenmäßig hat sich insofern etwas getan, als dass die „kleineren“ Modelle größer geworden sind. Anstatt 4,7 Zoll haben Idol 4+ und 4 nun eine Bildschirmdiagonale von 5,2 Zoll. Bei 4S bleibt es bei den – ohnehin schon sehr großen – 5,5 Zoll. Ansonsten sehen sich alle drei Modelle recht ähnlich. Sie werden von einem Metallrahmen umrandet und sind auf der Vorder- und Rückseite mit robustem Gorilla Glas bedeckt. Natürlich gibt es auch verschiedene Farben. Verfügbar sind derzeit Soft Gold, Dark Grey und Metallic Silver. Das Extra beim Idol 4 ist der Boom Key. Das ist ein seitlicher Zusatzknopf, der mit vielen verschiedenen Funktionen belegt werden kann. Von Hause aus ist der Boom Key so programmiert, dass er zehn Bilder in Serie macht und diese anschließend in der Galerie-App anzeigt.

Display & Software 4S

Das 5,5-Zoll-AMOLED-Display des Idol 4 S löst in 1440 x 2560 Pixeln auf und kommt damit auf einen Wert von 543 ppi. Das ist noch einmal eine deutliche Steigerung zum Idol 3, das „nur“ auf 403 ppi kam und damit schon besser abschnitt als so manches Konkurrenzmodell. Kunden erhalten also ein deutlich größeres und schärferes Display für ihr Geld als üblich.
Im Idol 4S versteckt sich eine Software, die auf Android 6.0.1 Marshmallow basiert. Auch wenn die Software-Oberfläche nicht stark verändert wurde, gibt es doch eine schicke Neuerung: Das Smartphone kann sowohl auf der Ober-, als auch auf der Unterseite zum Telefonieren verwendet werden. Das geht deshalb, weil die vier eingebauten Lautsprecher das Hören und Sprechen auf beiden Seiten zulässt.
Außerdem gibt es standardmäßig eine neue Musik-Software: Die Mischpult-App. Damit können nicht nur Songs virtuelle abgemischt werden, man kann die Plattenteller richtig scratchen und Beats unterlegen.

Performance 4S

Auch beim Prozessor gab es natürlich ein Upgrade. Der neuartige Qualcomm Snapdragon 652 garantiert viel Leistung für Spiele und Kamera-Effekte. Dafür spricht auch die Grafikeinheit Adreno 510 und die 3 GByte RAM, die im Idol 4S zu finden sind. Von den 32 GB internem Speicher stehen zunächst 25 GB zur Verfügung. Es gibt aber auch wieder einen Extra-Slot für MicroSD-Karten. Dann ist der Speicher auf 512 GByte Größe erweiterbar. Im Gegensatz zum Idol 3 gibt es beim 4S kein Entweder-oder. Zusätzlich SD-Karten-Slot ist das 4S um ein Dual-SIM-Smartphone.
Visual: Eine Hand hält das Idol 4 S und macht ein Selfie - man sieht nur die Hand und den Arm (als würde der Betrachter das Telefon halten). Auf dem Display ist eine junge, hübsche und lachende Frau zu sehen.

Audio, Kamera & Akku

Alcatel hat von vorneherein für einen guten klanglichen Auftritt gesorgt. Die vier integrierten Stereo Lautsprecher sind wieder von Hersteller JBL und haben eine Gesamt-Leistung von 3,6 Watt. An diese räumliche Klangqualität kommen nicht viele Smartphones heran.
Die Hauptkamera des Idol 4S kommt mit satten 16 Megapixeln um die Ecke. Selbst mit dem integrierten Schnellauslöser geraten die Bilder scharf und farbentreu. Experten glauben, dass sich das Smartphone durchaus als Kamera-Tipp erweisen könnte.
Das liegt nicht zuletzt am Book Key, der natürlich auch die Selfie-Kamera auslösen kann. Die wartet mit acht Megapixeln einem eigenen Blitz, einer Verschönerungs-Software und einer Gesichtserkennung auf. Selfie-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten.
Dafür sorgt auch der langlebige und große Akku, der das Idol 4S bei der Stange hält. Satte 3000 mAh Kapazität versprechen, dass das Smartphone – trotz seiner Größe, dem starken Sound und hellen Display - mehr als einen Tag lang durchhält. Im Android Doze Modus natürlich entsprechend länger.

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Preis & Fazit

Das Alcatel Idol 4S wird mit 449 Euro zwar fast 150 Euro mehr kosten, als das Vorgänger-Modell, hat dafür aber zwei entscheidende Vorteile: Zum einen ist es ein echtes und gelungenes Upgrade zum Idol 3. Zum anderen wird es zusammen mit einer echten VR-Brille ausgeliefert. Dass Alcatel das Smartphone stark in Richtung Virtual Reality angelegt hat, ist auch an der starken Performance und dem gelungenen Display zu bemerken.