von Jakob Levy

Das Boom mit der Box

Zukunft ist schon was Abgefahrenes – egal aus welcher Perspektive heraus man sie betrachtet. Mir ist gestern mal wieder ein Bild der ersten Mobil-Telefone aus den frühen 80ern vor die Füße gefallen. Gehörte meinem Onkel und war sein ganzer Stolz damals.

Hatte er sich für 4000 Dollar aus den Staaten mitgebracht, obwohl er es eigentlich nicht wirklich brauchte. Aber wusste wohl schon damals, dass dieses große und klobige Ding wohl die Zukunft war.

Schon die Verpackung ist krank gut

Und wie das die Zukunft geworden ist, hab ich meinem „alten“ Onkel auch gleich gezeigt. Ich hatte nämlich mein nagelneues Smartphone dabei. Das Alcatel One Touch Idol 4s mit einem echt riesigen 5,5 Zoll Bildschirm. Da hat er noch gelacht und das Bild von dem alten Knochen aus den 80ern raus gekramt.

Dabei war das Display noch gar nicht das, was mich bei dem Telefon so angemacht hat. Auch nicht, dass es mit seinem Octacore superschnell ist oder zwei extrem gute Kameras hat. Es war noch nicht mal die abgefahrene Verpackung, die das Teil hat. Die ist nämlich gleichzeitig eine extrem geile, echte VR-Brille. Nicht so ein nachgemachter Kram aus Pappe und echt beschissenen Linsen. Das Teil kann was und das ist schwer zu toppen. Vor allem bei einem Preis von knapp 450 Steinen. Für alles zusammen! Ohne Vertragsbindung! Aber trotzdem – das, was mich echt angefixt hatte, sind die virtuellen und richtig guten Turntables, die im Idol 4 standardmäßig dabei sind. Das ist kein Witz.

Der DJ aus der Kiste

Ich kann mir auf das Programm nicht nur zwei Titel gleichzeitig hochladen und zwischen beiden hin und her switchen, wie ich mag. Ich kann mir auch jede Menge Drum- und Soundeffekte dazuknallen, kann die Beats aneinander angleichen und weiche Übergänge schaffen. Schon im Laden hab ich ausprobiert, ob ich nur mit Shuffelbeats eine Ramp auf „Pill in Ibiza“ bauen kann und von da über die Bridge in „I’m in Control“ faden. Und siehe da – obwohl ich das Gerät erst drei Minuten in den Krallen hatte, ging das erstaunlich smooth. Bei sowas hilft der Snapdragon Prozessor mit 3 GB RAM natürlich.

Der hat ordentlich Dampf. Genau wie die zwei Boxen mit insgesamt fetten 3,6 Watt Leistung. So einen Sound hab ich noch bei keinem anderen Mobiltelefon erlebt. Damit beschallst du einen Raum ganz ordentlich.

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Die Party kann sofort starten

Genau das hab ich meinem Onkel dann auch vorgeführt und der ist fast ausgeflippt. Als der mal jung war, hat er sich nämlich auch als DJ versucht und zig Tausende in seine Anlage gesteckt. Von da ab hat er mein(!) Telefon nicht mehr hergeben wollen, sondern hat gleich mal alles ausprobiert, was das Teil so drauf hat. Und das obwohl ich meine eigene Musik noch gar nicht geladen hatte.

Aber Alcatel liefert eine Kooperation mit Deezer gleich mit und so hatten wir natürlich ein paar Tausend Songs zum Rumspielen. Wenn mein eigener Kram erstmal drauf ist, geht’s richtig ab. Die erste Party haben wir trotzdem gleich geschmissen, als meine Tante und meine Cousinen nach Hause kamen. Einfach die Bluetooth-Box in der Küche angesteuert und mächtig aufgedreht. Und siehe da – mein Onkel konnte mir doch tatsächlich noch den einen oder anderen kranken Scratch auf den Tables zeigen.