von Jakob Levy

Bereit für die Zukunft

Ich habe ein neues Smartphone. Ein Alcatel IDOL 4S und das ist an sich schon ein sehr cooles Gerät.

Ich brauchte ein neues Phone und hatte auch gleich ziemlich genaue Vorstellungen. Es sollte etwas Edles sein, aber auch eine gute Performance hinlegen. Es sollte ein großes Display haben und einen Akku, der nicht so schnell in die Knie geht. Es hat das neueste Android Betriebssystem, einen 3GB Speicher und eine schnelle Hauptkamera mit 16 Megapixeln. Zusammen mit einem scharfen und hellen 5,5 Zoll Display und einem Riesenakku war es das perfekte Smartphone für mich. Zumal es auch noch blitzschnell ins Internet kann – immerhin ist es LTE Cat.6 fähig.

Plötzlich hatte ich eine VR-Brille

Die Überraschung kam für mich, als das neuen Smartphone zu mir nach Hause geliefert wurde. Die Verpackung war nämlich nicht nur einfach eine Verpackung, sondern eine echte VR-Brille. Nicht so ein Ding aus Pappe, sondern solide verarbeitet und ziemlich gut durchdacht. Und gleich fragte ich mich: Wozu brauche ich eine VR-Brille? Aber jetzt habe ich sie ja da. Sie gehört jetzt mir. Zusammen mit einem Smartphone, das bei Display-Größe. Prozessor-Geschwindigkeit und internet-fähigkeit geradezu nach VR schreit. Also habe ich mir ein ein paar 360 Grad Filme runter geladen und mir das ganze mal angeschaut ... nur so zur Probe ... ohne große Erwartungen. Und Mann – ist das der Hammer.

Virtuell mitten in der Zukunft

Ich flog über den Tafelberg bei Nacht, bin durch London spaziert, habe eine Exkursion in eine Höhle mit gemacht und war die ganze Zeit wirklich mitten drin. Egal wohin ich mich auch gedreht habe, der Film und das Erlebnis war um mich herum. Selbst über und hinter mir gab es Dinge zu entdecken und Leute zu sehen. Und da machte es KLICK bei mir. Wofür man das alles einsetzen kann? Urlaubseindrücke könnten wirklich vermitteln, wo man gewesen ist. Wohnungsansichten im Internet könnten extrem realistisch vermitteln, wie das Wohnzimmer aussieht und wie es auf einen wirkt. Alles, was man dafür braucht, ist eine 360 Grad Kamera und die werden immer besser, erschwinglicher und kleiner.

Mehr zu VR.youtu.be/xt09qMa9wyo

Für die Zukunft könnte man sich sogar vorstellen, Mikro-Kameras in die Körper von Patienten einzuführen. Eine Untersuchung könnte eine „Reise“ durch die Aorta und direkt in die linke Herzkammer sein. Und welchen Einfluss diese Technik auf die Spiele-Welt haben wird, kann ich gar nicht einschätzen. Wenn ich mir nur vorstelle, mitten drin zu sein in einem Ego-Shooter-Spiel. Einem Spiel, in dem ich tatsächlich alles um mich herum im Blick haben muss und kann. In dem ich mich in zwar virtuellen aber trotzdem realistischen Räumen bewegen kann ... das wäre der Hammer.

Ich bin weder VR-Profi und ich bin auch noch weit davon entfernt, eigene 360 Grad Filme erstellen zu können – aber durch die VR-Brille von meinem IDOL fühle ich mich irgendwie gerüstet für die Zukunft. Und ich habe das Gefühl, diese Zukunft wird sehr spannend.